Andreas Hofer Bund e.V.
© Andreas Hofer Bund e.V. 2015

Mantua

Einige Hundert Schützen und Markedenterinnen marschieren in Mantua auf.

MANTUA 20. Feber 2019. Auch 209 Jahre nach seinem Heldentod ist er unvergessen: Im Gedenken an den Sandwirts Andreas Hofer haben sich gestern einige Hundert Schützen und Marketenderinnen aus Süd-, Nord-, Ost- und Welschtirol und der Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland, in Mantua getroffen, um am Denkmal des großen Freiheitskämpfers Gottesdienst zu feiern und einen Kranz niederzulegen. Diesmal hatte der Schützenbezirk Pustertal unter dem Kommando von Bezirksmajor Erich Mayr die Gedenkfeier organisiert, die Schützenkapelle Pichl/Gsies gestaltete die Veranstaltung mit. Im Mantuaner Stadtteil Cittadella, in dem Andreas Hofer dem Tod ins Antlitz blickte, zelebrierten Schützen-Landeskurat Pater Christoph Waldner OT und Don Augusto Rossato einen feierlichen Gedenkgottesdienst. Wolfgang Spadinger, österreichischer Generalkonsul in Mailand, meinte am Denkmal, dass Andreas Hofer ein früher Vertreter der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gewesen sei, die heute gut funktioniere. „Die Europaregion ist ein Teil der Europäischen Union", betonte der Konsul. „Ich glaube, Andreas Hofer wäre zufrieden in einem Europa, in dem es keinen Krieg gibt und in dem die Menschen friedlich miteinander umgehen." „Ich glaube aber auch, dass Hofer gegen unkontrollierte Migrationsströme wäre und sich gegen Angriffe auf unsere mitteleropäischen, christlichen Werte verwehren würde", sagte Wolfgang Spadinger. Die Gedenkrede hielt Major Heinrich Seyr, der stellvertretende Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes: „Vor allem Hofers Schwächen wurden in den vergangenen Jahren gerne herausgekehrt", kritisierte er. Heinrich Seyr berichtete weiter: „Man hatte Angst: Der Mythos, der Held Hofer wurde zu viel gefeiert. Es wurde zu viel rückwärts geschaut. Darum hat man sein Wesen und seine Entscheidungen sprichwörtlich auf dem Seziertisch zerlegt und auf einer Waage in gut und schlecht aufgewogen. Ist das die Art, wie wir im 21. Jahrhundert Verstorbener gedenken wollen?" „Man vergisst bei der kritischen Durchleuchtung Hofers gerne, dass er keiner jener heutigen Doppel -verdiener war", sagte der Major. Und er habe seine Vorteile nie vor jene der Allgemeinheit gestellt. Andreas Hofer war keiner, der nur große Worte schwang", betonte der stellvertretende Landes -kommandant„ „Er war bescheiden, einfach und wortkarg. Er war ein Mann der Tat. Schon das allein lässt ihn im direkten Vergleich mit seinesgleichen der Gegenwart sehr wohl ein Held und Vorbild sein." Am Hofer-Denkmal legten die Schützen auch einen Kranz nieder. Dann begaben sie sich zum Palazzo d'Arco, um an den Scheinprozess gegen den Sandwirt zu erinnern. Aus „Dolomiten“ An der Feier nahm der Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland teil, er wurde vertreten durch Hermann Unterkircher, Bundesvorsitzender, Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland, Peter Kopetz und Günther Schwaller, Schützenkompanie Benediktbeuern, Bayern. Der Andreas Hofer Bund bedankt sich bei Bezirksschützenkommandant Erich Mayr für die freundliche Unterstützung und persönliche Begrüßung bei der Gedenkfeier. Hermann Unterkircher, Bundesvorsitzender, Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland  
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