Andreas Hofer Bund e.V.
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Freiheitsmarsch in Bozen

Über 6000 Menschen fordern “Los von Rom”

Gut organisiert und sehr diszipliniert ist der Freiheitsmarsch am 14. April 2012 in Bozen abgelaufen, welcher unter dem Motto "Ohne Rom in die Zukunft" stand. Trotz der in den letzten Wochen massiven - zum Teil auch schmutzigen - Medienkampagne gegen den Südtiroler Schützenbund, haben es sich über 6.000 Menschen, davon rund 4.000 Schützen aus ganz Tirol, nicht nehmen lassen, für das "Los von Rom" aufzumarschieren. Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Mjr. Elmar Thaler, hatte also Recht, als er schon vor Monaten in einem Interview erklärt hatte, daß diese Großkundgebung alle bisherigen Protestmärsche des SSB übertrumpfen würde. Angeführt wurde der Schützenmarsch von der Bundesleitung des SSB, mit Landeskommandant Elmar Thaler. Begleitet wurde diese von  mehreren Mitgliedern der Bundesleitung des Bundes Tiroler Schützenkompanien mit Landeskommandant Mjr. Fritz Tiefenthaler und mit dem Stellv. Landeskommandanten des Welschtiroler Schützenbundes Giuseppe Corona. Weiters marschierten der Abgeordnete zum österreichsuchen Nationalrat Werner Neubauer mit den Schützen mit. Die lokalen Landespolitiker glänzten leider - bis auf wenige Ausnahmen (L.Abg. Dr. Eva Klotz, L.Abg. Andreas Pöder und L.Abg. Sven Knoll) - mit Abwesenheit. Auch Sizilianer und aus der italienischen Region Venetien war eine Abordnung der „Liga Veneto“ vor Ort. „Mit nur einer Gegenstimme haben wir im Bundesausschuß entschieden, aus Solidarität mit den Südtiroler Schützenbund hier mitzumarschieren. Wir sind etwa 200 Mann“, sagte der Nordtiroler Landeskommandant Fritz Tiefenthaler. „Bei uns gab es keine Entscheidung - wer wollte, ist heute hier“. Wir, so der Stellvtr. Landeskommandant der Welschtiroler Schützen Giuseppe Corona, sind etwa 100 Teilnehmer. Mit dabei auch zahlreiche Studentenverbindungen und auch Mitglieder des „Gaismair Bundes“. Der Freiheitsmarsch begann mit der Aufstellung der Teilnehmer am Grieser Platz und führte zunächst zum italienischen Regierungskommissariat in der Fagenstraße. Dort wollten Mitglieder der Bundesleitung durch die Übergabe eines Manifestes den Abschied Süd-Tirols von Italien bekanntgeben. Leider war der Regierungskommissär aber nicht bereit, die Schützen zu empfangen, „das ist betrüblich und zeigt einmal mehr, wie überflüssig der Regierungskommisär in Südtirol ist“, so Elmar Thaler. Das erklärte der Landeskommandant in einer kurzen Erklärung auch den zahlreichen Pressevertretern. „Auf den Plakaten steht das, was wir vor 50 Jahren auf die Wände, entlang der Brennerstrecke gepinselt haben. Dazu stehen wir heute noch“, sagte die Südtirol Aktivistin von 1961 Claudius und Herlinde Molling, den „Dolomiten. Anschließend marschierten die Tausenden Schützen und Zivilpersonen unter Trommelwirbel und mit Fackeln - vorbei am faschistischen Siegesdenkmal - durch die Bozner Altstadt. Die Spruchbänder brachten klar zum Ausdruck, worum es den Teilnehmern des Freiheitsmarsches ging. "Unser Staat ist das nicht", "Los von Rom" oder "Laßt uns endlich gehen", Ladiner Schützen hatten ein Spruchband mit der Aufschrift „ NOCS IE SENI DE LIDE’ZA“ das heißt: „Unser Adler steht für Freiheit“ um nur einige zu nennen. Am Straßenrand auf der gesamten Strecke des Protestzuges standen viele Zuschauer und applaudierten den Demonstranten. Am „Siegesplatz“ standen 3 junge Männer , sie hielten 3 Fahnen in den Staatsfarben hoch. Mutig grölten sie „Fratelli d’ Italia“. Eine andere Gruppe forderte den Anschluß an die Osterinseln. Die Carabinieri hatten diese Störer vorbildlich im Griff. Ziel der Teilnehmer war der Landeshausplatz, wo die Süd- Tiroler Politiker aufgefordert wurden, unverzüglich alles Notwendige in die Wege zu leiten, um die Loslösung Süd-Tirols von Italien zu erlangen. Zunächst  begrüßte der Bundesgeschäftsführer des Südtiroler Schützenbundes Mjr. Günther Ploner alle Anwesenden. In seinem Grußwort meinte er unter anderem, daß dieser Freiheitsmarsch mit mehreren tausend Menschen ein Signal für das 21.Jahrhundert sei, er sei ein Auftrag für einen neuen politischen Abschnitt. Und anschließend: "Gewählte Volksvertreter, nehmt ihn auf, diesen neuen Zeitgeist. Geschichte schreiben jene, die aufstehen und zukunftsweisende Entscheidungen treffen. Jene, die sitzen bleiben, die wird man vergessen!" Anschließend folgten die Reden von verschiedenen Mitgliedern der Bundesleitung. Mjr. Rudolf Lanz, der Bezirksmajor des Schützenbezirkes Wipptal, sprach über die kulturellen Vorteile einer Loslösung vom italienischen Staat. Mjr. Peter Kaserer, Bezirksmajor im Vinschgau, stellte in seiner Ansprache die sozialen Vorteile klar: "Mit einem Staat, in dem der Sozialbetrug, also das Schwindeln bei Invalidenrenten an der Tagesordnung ist und wo Renten auch noch Jahre nach Ableben des Empfängers ausbezahlt werden, kann man keine gerechte Sozialpolitik machen". Der Bezirksmajor der Burggräfler und Passeier Schützen Mjr. Andreas Leiter Reber sprach über wirtschaftliche Vorteile. "Süd-Tirol ist innerhalb Italien nicht Nettoempfänger, sonder Nettozahler", so die Kernaussage von Leiter. Es folgte die Rede von Siefried Barbierei, dem Bezirksmajor von Bozen. Dieser prangerte die faschistischen Relikte in Süd-Tirol an. "Durnwalder, Kasslatter, und ein Großteil des Landtages waren für die Entfernung des Mussolinireliefs. Und Rom sagt Nein!", so Barbieri. Anschließend sprach der Bildungsreferent des SSB, Mjr. Günther Morat zum Thema "Demokratie". Er überraschte damit, daß er einen Teil seiner Ansprache auch in italienischer und englischer Sprache hielt. Als dann sprach der Ladinienvertreter des SSB, Mjr. Lois Taibon an die Teilnehmer. Bezirksmajor Haymo Laner klärte anschließend die Anwesenden noch über das Selbstbestimmungsrecht auf, ehe Mjr. Jürgen Werth, Bezirksmajor im Süd-Tiroler Unterland einige Unabhängigkeitsbeispiele innerhalb Europas der letzten Jahre aufzeigte. Es folgte die Verlesung des Unabhängigkeitsmanifestes durch Mjr. Efrem Oberlechner. Die Kernaussage: "Süd-Tirol hat den Verbleib bei Italien nie angestrebt. Die Autonomie ist eine Zwischenlösung. Das Selbstbestimmungsrecht aber ist und bleibt ein Grundrecht eines jeden Volkes. Wir fordern deshalb die Unabhängigkeit und Freiheit und den Südtiroler Landtag dazu auf, alles Notwendige in die Wege zu leiten". Mit tosendem Applaus wurde das Manifest von den tausenden Schützen und den unzähligen Zivilisten angenommen. Nachher sprach der Landeskommandant des SSB, Mjr. Elmar Thaler an die Anwesenden. Er erinnerte daran, wie oft sich unsere Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten das Recht herausgenommen hätten, auf die ihnen zustehenden Freiheitsrechte zu pochen und die eigene Zukunft selbst zu gestalten. Und in dieser Tradition stehend, sei man heute zusammengekommen. "Um nach Jahrzehnten der Abhängigkeit von einem fremden Staat friedlich und im Geiste europäischer Einigkeit, die nächsten Schritte für eine erfolgreiche und sichere Zukunft unseres Landes einzufordern", so Thaler. Er wünsche sich von den Politikern, dass sie für die Heimat endlich auch einmal einen mutigen Schritt setzen würden. Sie mögen beginnen, ihre salbungsvollen Worte der Vergangenheit nun endlich in Taten zu fassen und aus den Ereignissen der letzten Wochen, Monaten und Jahre ihre Schlüsse zu ziehen. Es gebe eigentlich nichts mehr, was uns bei Italien halte. Weder kulturell, noch wirtschaftlich und schon gar nicht autonomiepolitisch habe man von diesem Staat etwas zu erwarten. Der Landeskommandant beendete seine Freiheitsrede mit einem klaren Appell an die Landespolitik:" Als heimatliebende Menschen sagen wir nochmals laut und deutlich: Wir wollen die Freiheit für unsere Heimat!". Abschließend kann gesagt werden, daß die Kundgebung ein voller Erfolg war. Es bleibt nur zu hoffen, daß von Seiten der Politik hinsichtlich der Lösung Süd-Tirols vom italienischen Staat endlich Taten folgen. Die nächste friedliche Großkundgebung wird bei etwaiger Untätigkeit der Politiker nicht lange auf sich warten lassen. Der Andreas Hofer Bund Tirol war vertreten mit: Karola Unterkircher, Wilfried Nothegger, Heinrich Heiß, Obmann Stellvertreter Gottfried Deutsch, Dieter Schulze, Obmann Josef Felder, Geschäftsführer Winfried Matuella. Der Deutsche Andreas Hofer Bund war vertreten mit: Obmann Bernhard Gartner-Volkmann und dessen Stellvertreter Hermann Unterkircher. Hermann Unterkircher, Bundesvorsitzender Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland
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