Innsbruck

Herz Jesu Landesfeier in Innsbruck.

Von der Tiroler Landesregierung wurde der Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland und der Andreas Hofer Bund Tirol zu den Feierlichkeiten zum Herz Jesu Fest eingeladen. Um 18.30 Uhr trafen die Schützenkompanie Amras und verschiedene Fahnenabordnungen in der Kaiserjäger Str. in Innsbruck ein um geschlossen zur Jesuitenkirche zu marschieren, wo um 19.00 Uhr der Festgottesdienst mit Mag. Monsignore Bürgler begann. Anschließend vor der Kirche schoß die Kompanie eine Ehrensalve und eine 2. Ehrensalve, für den 75. Geb. von Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa. Nach der Frontabschreitung der Honoratoren marschierte man mit der Musikkapelle Amras zum Landhausplatz, wo sich die Formationen dann auflösten. Den Andreas Hofer Bund e.V. Vertrat Bundesvorsitzender Hermann Unterkircher und Peter Kopetz. Den AHB Tirol der Bundesobmann Ing. Winfried Matuella und Heinrich Heis, der die Vereinsfahne trug. Das heilige Land Tirol und die Herz-Jesu-Verehrung Nicht nur die Herz-Jesu-Prozessionen sind in unserem Land - und besonders für die Schützen - ein fixer Bestandteil im Jahreskreis: auch die jahrhundertealten Herz-Jesu-Feuer gehören dazu. Die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu geht vor allem auf die Jesuiten zurück, dabei wird Jesus Christus unter dem Gesichtspunkt seiner durch sein Herz symbolisierten Liebe verehrt. Der Jesuitenorden verbreitete diese besondere Verehrung vor allem durch ihre geleiteten Volksmissionen - die älteste als Druck erschienene Herz-Jesu-Predigt stammt aus dem Jahr 1666. Papst Pius IX. führte 1856 den dritten Freitag nach Pfingsten als Hochfest des Heiligsten Herz Jesu ein, außerdem ist der erste Freitag jeden Monats der Herz-Jesu-Freitag. 1899 weihte Papst Leo XIII. gar die ganze Welt dem Herzen Jesu. Was hat die Herz-Jesu-Verehrung jetzt genau mit Tirol zu tun? Gehen wir zurück in das Jahr 1796: der Krieg traf unser Land vollkommen überraschend und dementsprechend unvorbereitet. Im April wurde Tirol in Kriegsbereitschaft versetzt und schon drei Wochen später wurde ein 7.000 Mann starkes Heer an die südlichen Grenzen geschickt. Ein aus 24 Mitgliedern bestehender Ausschuss der Tiroler Landstände traf daraufhin in Bozen zusammen, um über weitere Vorgehensweisen zu beraten. Auf Vorschlag des Stamser Abtes Sebastian Stöckl wurde das Land dem "Heiligsten Herz Jesu" anvertraut, um göttlichen Beistand zu erhalten. Dieser Herz-Jesu-Schwur hatte einen bis dahin noch nicht erlebten Zulauf an Freiwilligen zur Folge und als daraufhin die Franzosen überraschend besiegt wurden, wurde der Herz-Jesu- Sonntag zum hohen Feiertag. Auch Andreas Hofer und seine treuen Mitstreiter beteten 1809 zum heiligsten Herzen Jesu und vertrauten auf seinen Schutz - das "heilige Land Tirol" hat seinen Namen mit Sicherheit aus dieser Zeit. Auf vielen Tiroler Schützenfahnen finden sich Abbildungen des Heiligsten Herzen Jesu, denn alle Schützenfahnen haben neben einer weltlichen Seite, auf der meist der Tiroler Adler aber auch die Namensgeber der Kompanien abgebildet sind, auch eine kirchliche. Seit alters her wir der Landesbund mit dem Herzen Jesu jedes Jahr erneuert: es wehen die rotweißen Fahnen in den Tiroler Dörfern und abends leuchten von allen Bergen die Flammenzeichen, denn auch die Herz-Jesu-Feuer gehören an diesem Wochenende dazu. Sie wurden damals im Jahr 1796, zum Zeichen des Schwurs, entzündet und tauchen Jahr für Jahr die Berggipfel in ein mystisches und beeindruckendes Licht. Hermann Unterkircher, Bundesvorsitzender Andreas Hofer Bund e.V. Deutschland
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