Andreas Hofer Bund e.V.
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Garmisch-Partenkirchen

Ausflug des Südtiroler Heimatbundes

Bayern fängt gleich ober Scharnitz an, Heimatbund besucht bayerische Freunde. Auf Einladung des Andreas-Hofer-Bundes Deutschland (AHB Deutschland) führte der diesjährige Ausflug des Südtiroler Heimatbundes nach Bayern, in das schöne Partenkirchen und auf die Kreutalm, dessen Wirt auch ein AHB-Mitglied ist. Und keine Fahrt des SHB ohne Südtirol-Bezug: Auf der Fahrt berichteten Herlinde und Claudius Molling über ihre Erlebnisse während des Freiheitskampfes. So ging es am Sonntag, den 11. Juni mit dem vollbesetzten Bus nach Scharnitz, wo uns Hermann Unterkircher, seines Zeichens Obmann des AHB, bereits erwartete. Als Sohn einer Meransnerin fühlt er sich in Tirol und Bayern daheim. In Partenkirchen galt es die schönen „Lüftlmalereien“ an den Hauswänden zu besichtigen und auch der Pfarrkirche Partenkirchen wurde ein Besuch abgestattet. Nicht müde wurde Reiseleiter Unterkircher, um alles zu erklären. Vom Wettersteingebiet zur Zugspitze, bis zum 16-jährigen Hüterbub, der am 19.10. 1634 das letzte Opfer der Pest war. In seinem Gedenken läuten jeden Sonntag in Partenkirchens Pfarrkirche zu seiner Todesstunde um 16.00 Uhr die Glocken. Am historischen Platz der Römerstrasse, wo vor 2000 Jahren die Römer den Stützpunkt „Partanum“ hatten wurde ein Foto der Reisegruppe am Brunnen des Floriansplatz geschossen. Ein großes Hallo gab es beim Mittagessen in einem original-bayrischen Wirtshaus, als der Schatzmeister des Kulturwerkes für Südtirol e.V., Arnold Thurner, den Gasthof betrat. Er setzt sich als Mitglied des Landesvorstandes Südbayern unter anderem für die Renovierung des Perathoner-Steins in München-Harlaching, der an den letzten deutschen Bürgermeister von Bozen erinnert, ein. Der Wirt des „Gasthaus Schatten“ Hans Martin Baudrexl, in original Partenkirchner Tracht, begrüßte die Ausflügler recht herzlich und führte sie alle in den sonnigen Biergarten, der sogar mit einer Tiroler Fahne geschmückt war. Der Wirt, Mitglied bei der „Südtiroler Freiheit“ und Schulkamerad von Hermann Unterkircher, erzählte noch die Historie des altehrwürdigen Gasthauses, bevor die „Heimatbündler“ sich das sehr gute Essen schmecken ließen. Nach dem Essen ging es dann zu Fuß zur Klosterkirche St. Anton, ein barockes Juwel, die von Franziskanern betreut wird, wo der 26jährige Tiroler Maler Johann Evangelist Holzer aus Burgeis im Vintschgau im Sommer 1736 das Ovalgewölbe mit den Motiv „Antonius der Fürsprecher aller Nöte“ schuf. Es sollte das einzige Deckenfresko des grandiosen Malers bleiben, der bereits mit 29 Jahren an Typhus starb. Nach der Besichtigung von St. Anton, ging es durch das Loisachtal nach Großweil und vorbei beim Bauernhausmuseum „Glentleiten“ zur Kreut Alm. Die Kreut-Alm liegt an einem der schönsten Flecken Oberbayerns: Zwischen München und Garmisch-Partenkirchen, mitten im Loisachtal. Der Blick auf den Kochelsee und die umliegende Bergwelt ist grandios. Den alten Klosterbau umgeben zwei mächtige Linden, Wiesen und Wälder. Hier wurde noch eine kleine Marende eingenommen, dann ging es wieder über Kloster Schlehdorf, wo die hl drei Jungfrauen von Meransen Station gemacht haben und auch im Seitenaltar abgebildet sind, über die Kesselbergstrasse zum Walchensee in Richtung Heimat. Auf der Heimfahrt versäumte es der SHB-Obmann nicht, den beiden Referenten Herlinde und Claudius Molling für ihre Ausführungen über die sechziger Jahre zu danken. Einen großen Applaus erhielt auch Hermann Unterkircher für die perfekte Organisation der Reise. Es wollte der Zufall, dass diese Fahrt genau am 11. Juni stattfand, so Roland Lang in seinen Abschiedsworten. Genau an diesem Tag, vor 56 Jahren, flogen in Südtirol knapp 40 Strommasten in die Luft. Italien konnte das Südtirol-Problem nicht mehr totschweigen, die Neunzehnerkommission wurde eingesetzt. Allen eine gute Heimfahrt, schloss Lang. Roland Lang; Obmann des Südtiroler Heimatbundes
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